Arc und Opera lehnen beide die Vorstellung ab, ein Browser sei eine Tableiste und eine Adresszeile — sie reagieren nur auf verschiedene Probleme. Arc will beheben, wie du Arbeit ordnest. Opera will beheben, wie viel Software gleichzeitig offen sein muss.
Zwei Wege, das Browserfenster neu zu denken
Arc ersetzt die Tableiste vollständig. Tabs sitzen in einer einklappbaren Seitenleiste links und gehören zu Spaces — getrennten Umgebungen für Arbeit, Privates oder ein bestimmtes Projekt, jede mit eigenen Tabs, Lesezeichen und eigener Optik. Tabs, die du nicht mehr nutzt, laufen von selbst ab, die Liste bleibt also kurz, statt zu unlesbaren Schnipseln zusammenzufallen. Geteilte Ansicht und eine tastaturgesteuerte Befehlszeile sind eingebaut. Wer mehrere Zusammenhänge gleichzeitig hält, gewinnt hier eine echte Struktur und keine Dekoration.
Opera behält den klassischen Aufbau und ergänzt die Ränder. In der Seitenleiste lassen sich WhatsApp, Telegram und Instagram neben der Seite anheften, dazu kommen eine KI-Assistenz, Arbeitsbereiche und geteilte Fenster. Sein besonderer Vorteil ist ein kostenloses VPN, wofür Arc zu keinem Preis eine Entsprechung hat. Opera bringt außerdem einen eingebauten Werbeblocker mit; Arc blockiert Werbung und Tracker ebenfalls, hier stehen sie also gleich, auch wenn keiner an Brave heranreicht.
Plattformen und Zukunft des Projekts
Die Plattformunterstützung ist die praktische Trennlinie, und sie ist eindeutig. Opera läuft auf macOS, Windows, Linux, iOS und Android. Arc läuft nur auf macOS und Windows, ohne Linux-Version und mobil nur als Begleit-App. Willst du denselben Browser auf Handy und Notebook, kann Opera das und Arc nicht.
Bei Arc kommt noch etwas hinzu. The Browser Company hat seine Aufmerksamkeit auf Dia verlagert, den neueren KI-Browser des Unternehmens. Arc bekommt damit Pflege statt aktiver Weiterentwicklung. Es ist stabil und wird unterstützt, aber dort investiert das Unternehmen nicht mehr — relevant, wenn du überlegst, deinen Alltag darauf aufzubauen.
Beim Datenschutz nehmen sie sich nichts — Arc 3, Opera 3 —, und wenn das dein Hauptanliegen ist, ist keiner von beiden die Antwort.
Welchen solltest du wählen?
Wähle Arc, wenn du an einem Mac oder Windows-Rechner sitzt, mehr Projekte jonglierst, als in eine Tableiste passen, und einen Browser willst, der sie aktiv ordnet. Darin ist hier nichts anderes so gut — allerdings ist Arc seit 2025 eingefroren, du übernimmst also ein fertiges statt ein wachsendes Produkt, während Opera weiterentwickelt wird.
Wähle Opera, wenn du Linux oder Mobilgeräte brauchst, ein kostenloses VPN willst oder Nachrichten gern neben dem Surfen hast. Von beiden ist es die sicherere Wahl auf lange Sicht, schlicht weil es weiterhin aktiv gebaut wird.
Arc
Spaces-Browser mit Seitenleiste, inzwischen im Wartungsmodus eingefroren.
Opera
Funktionsreicher Browser mit KI-Tools, Sidebar-Apps und integriertem VPN.
Bewertungen
Geschwindigkeit
Benutzerfreundlichkeit
Anpassbarkeit
Datenschutz
Erweiterungen
KI-Funktionen
Funktionen
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