Wenn du zwischen Chrome und Safari abwägst, sitzt du mit ziemlicher Sicherheit an einem Mac oder einem iPhone, denn nur dort stellt sich die Frage überhaupt. Safari gibt es weder für Windows noch für Linux oder Android. Diese eine Tatsache prägt den ganzen Vergleich: Safari ist ein Browser für genau ein Ökosystem und dafür kompromisslos optimiert, Chrome ist darauf ausgelegt, überall gleich zu sein.
Akkulaufzeit und Integration
Safaris Vorsprung auf Apple-Hardware ist real und in der Akkulaufzeit messbar. Der Browser ist gegen dieselben Grafik- und Energieschichten gebaut wie das Betriebssystem, und über einen Arbeitstag hinweg merkst du den Unterschied am Notebook. Safari nutzt außerdem WebKit statt Blink, stellt das Web also mit der einzigen Engine dar, die Apple ausliefert, und verzahnt sich mit Schlüsselbund, Handoff, Apple Pay und iCloud-Tabs auf eine Weise, die kein Fremdbrowser erreichen kann. Beide bekommen bei uns die Höchstnote für Geschwindigkeit; Safari kommt mit weniger Energie dorthin.
Safari blockiert zudem Tracker standardmäßig und schützt vor Fingerprinting — beides tut Chrome nicht. Private Relay, im iCloud+-Abo enthalten, verbirgt deine IP vor den Seiten, die du besuchst. Chrome steht beim Datenschutz auf 2, Safari auf 4, und der Abstand entsteht allein durch die Voreinstellungen.
Reichweite und Auswahl
Hier gewinnt Chrome. Die Erweiterungsbibliothek ist deutlich größer, und Safaris Modell für Erweiterungen ist restriktiver — der Notenabstand untertreibt die Lücke, sobald es um Spezielleres geht. Chrome ist außerdem weit anpassbarer und synchronisiert auf Windows-, Linux- und Android-Geräte, die Safari gar nicht erreicht. Wer zu Hause einen Mac und im Büro einen Windows-Rechner nutzt, kann Safari nicht mitnehmen.
Für Entwickler kommt eine Besonderheit hinzu: Auf iOS schreibt Apple Safari vor, Tests darin sind also nicht optional, wenn du fürs Web baust. Chromes Entwicklerwerkzeuge bleiben trotzdem die mächtigeren, und die meiste Dokumentation setzt sie voraus.
Welchen solltest du wählen?
Wähle Safari, wenn du vollständig im Apple-Ökosystem lebst, dir Akkulaufzeit am Notebook wichtig ist und du starken Trackingschutz willst, ohne etwas einzurichten. Auf Apple-Hardware ist Safari die sparsame Vorgabe, und es kostet echte Mühe, sie zu schlagen.
Wähle Chrome, wenn du zwischen Apple- und Nicht-Apple-Geräten wechselst, auf Erweiterungen angewiesen bist, die Safari nicht anbietet, oder deine Lesezeichen auch unter Windows oder Android brauchst. Bezahlen wirst du dafür mit Akku am MacBook und mit den Voreinstellungen beim Datenschutz.
Google Chrome
Schnell, weit verbreitet und erweiterbar – mit dem größten Erweiterungs-Ökosystem.
Apple Safari
Energieeffizient mit tiefer Integration in das Apple-Ökosystem.
Bewertungen
Geschwindigkeit
Benutzerfreundlichkeit
Anpassbarkeit
Datenschutz
Erweiterungen
KI-Funktionen
Funktionen
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