Die beiden teilen eine gemeinsame Vorgeschichte — Vivaldi wurde von Leuten gegründet, die das ursprüngliche Opera gebaut hatten und mit dessen Weg nicht einverstanden waren — und der Vergleich zeigt gut, worum es bei dieser Uneinigkeit ging. Beide sind Chromium-Browser mit vielen Funktionen. Nur einer lässt dich aus den Funktionen eine eigene Anordnung machen.
Wo sich der Unterschied zeigt
Vivaldi steht auf 5 für Anpassbarkeit, gemeinsam der höchste Wert in unserem Verzeichnis. Tabs können an jedem Rand des Fensters sitzen, sich zu Gruppen stapeln, nebeneinander kacheln oder zweistufig laufen. Für fast jeden Befehl lassen sich Tastenkürzel und Mausgesten schreiben, und die Oberfläche ist bis zur einzelnen Farbe gestaltbar. Dazu holt Vivaldi echte Anwendungen in die Seitenleiste — ein E-Mail-Programm, einen Kalender, einen RSS-Reader und Notizen — und ersetzt damit eine ganze Kategorie offener Tabs.
Opera steht bei der Anpassbarkeit auf 3, und darin liegt der Punkt. Opera ist funktionsreich, aber die Funktionen sind nach Operas Vorstellung entworfen: eine Seitenleiste mit WhatsApp, Telegram und Instagram, eine KI-Assistenz, Arbeitsbereiche, geteilte Fenster. Du justierst sie, du baust sie nicht um. Für viele ist das der richtige Tausch — Opera steht bei der Bedienbarkeit auf 4 gegen Vivaldis 3 und wirkt beim ersten Start deutlich weniger einschüchternd.
VPN, Datenschutz und Eigentümer
Beide bringen ein kostenloses VPN mit, was ungewöhnlich ist und erwähnt gehört, da die meisten Konkurrenten dafür Geld verlangen. Beide blockieren Werbung und Tracker ab Werk.
Beim Datenschutz gehen sie auseinander. Vivaldi steht auf 4, Opera auf 3. Vivaldi klickt zusätzlich Cookie-Banner weg und ist vor allem ein kleines norwegisches Unternehmen ohne Werbegeschäft, mit Ende-zu-Ende-verschlüsselter Synchronisierung. Opera ist nicht quelloffen und gehört einem chinesisch finanzierten Konsortium, was anhaltend für Diskussionen sorgt. Vivaldis Chromium-Kern ist offen, die Oberfläche darüber nicht — vollständig prüfbar ist also keiner von beiden. Die Eigentümerfrage bleibt aber real und ist das stärkste Argument zwischen ihnen.
Beide laufen auf allen fünf großen Plattformen.
Welchen solltest du wählen?
Wähle Opera, wenn du einen gut bestückten Browser willst, der sofort funktioniert, Nachrichten gern neben dem Surfen hast und nicht vorhast, Zeit in Einstellungen zu verbringen.
Wähle Vivaldi, wenn du den Browser um deine Arbeitsweise herum formen willst, ernsthafte Tab-Verwaltung brauchst, Mail und Kalender eingebaut haben möchtest oder lieber einem kleinen unabhängigen Unternehmen vertraust als einem großen undurchsichtigen. Es kostet dich einen Abend Einrichtung und zahlt ihn täglich zurück.
Opera
Funktionsreicher Browser mit KI-Tools, Sidebar-Apps und integriertem VPN.
Vivaldi
Hochgradig anpassbarer Power-User-Browser mit einzigartigen Benutzeroberflächen-Funktionen.
Bewertungen
Geschwindigkeit
Benutzerfreundlichkeit
Anpassbarkeit
Datenschutz
Erweiterungen
KI-Funktionen
Funktionen
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