Chrome und Opera sind beide Chromium-Browser, Seiten verhalten sich also identisch und Erweiterungen aus dem Chrome Web Store laufen in Opera ohne Anpassung. Der Vergleich dreht sich vollständig darum, was Opera zusätzlich mitbringt — und Operas Haltung war immer, dass ein Browser die Werkzeuge gleich dabeihaben sollte, statt sie dich zusammensuchen zu lassen.
Was Opera mitliefert
Das auffälligste Extra ist ein kostenloses VPN. Opera ist einer der wenigen Browser, bei denen das nichts kostet, statt im Abo zu stecken — ein echter Unterschied zu Chrome, Edge, Brave und Firefox, die entweder Geld verlangen oder gar nichts anbieten. Wichtig ist, genau zu sein: Es handelt sich um einen Proxy auf Browserebene, nicht um ein systemweites VPN. Es deckt dein Surfen ab und sonst nichts, und es ersetzt kein richtiges VPN, wenn du Datenverkehr vor deinem Netzbetreiber verbergen willst. Um eine Ländersperre zu umgehen oder eine Schicht zwischen dich und das WLAN im Café zu legen, ist es aber nützlich und kostenlos.
Opera bringt außerdem einen Werbeblocker und Tracker-Blockierung ab Werk mit, beides fehlt Chrome, dazu Arbeitsbereiche und geteilte Fenster für alle, die viele Tabs offen halten. In der Seitenleiste lassen sich WhatsApp, Telegram und Instagram anheften, Chats liegen also neben der Seite statt in einem weiteren Tab, und eine KI-Assistenz sitzt im selben Bereich.
Was Opera dafür verlangt
Es kostet Anpassbarkeit und Vertrauen. Opera steht bei der Anpassbarkeit auf 3, Chrome auf 4 — was viele überrascht: Opera ist reich ausgestattet, aber die Ausstattung stammt von Opera, du justierst sie eher, als sie zu ersetzen. Dazu kommt, dass Opera nicht quelloffen ist und einem chinesisch finanzierten Konsortium gehört, was für Diskussionen gesorgt hat und je nach Bedrohungsmodell mehr oder weniger wiegt. Chrome ist ebenfalls nicht quelloffen, es geht also darum, welchem Konzern du eher traust, nicht ob überhaupt.
Beide laufen auf allen fünf großen Plattformen und synchronisieren dazwischen.
Welchen solltest du wählen?
Wähle Chrome, wenn du den schlanksten Chromium-Aufbau willst, in Googles Diensten lebst und Funktionen lieber selbst hinzufügst, statt ein Paket zu übernehmen.
Wähle Opera, wenn du ein kostenloses VPN, eingebaute Werbeblockierung und Messenger in der Seitenleiste willst, ohne etwas zu installieren — und wenn es dir nichts ausmacht, dass ein Browser viele Produktentscheidungen für dich trifft. Geht es dir nur ums Blockieren, liefert Brave mehr davon und hat die bessere Datenschutzbilanz; geht es dir nur um Tab-Verwaltung, gehen Vivaldi und Edge weiter.
Google Chrome
Schnell, weit verbreitet und erweiterbar – mit dem größten Erweiterungs-Ökosystem.
Opera
Funktionsreicher Browser mit KI-Tools, Sidebar-Apps und integriertem VPN.
Bewertungen
Geschwindigkeit
Benutzerfreundlichkeit
Anpassbarkeit
Datenschutz
Erweiterungen
KI-Funktionen
Funktionen
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